Chronik

Gründung

Am 17. Augst 1869 kam es zum Entschluss der Gemeindevertretung, die Bevölkerung aufzurufen, bei der Aufstellung einer Freiwilligen Feuerwehr mitzuarbeiten. Der 8. September 1869 ist letztendlich der Gründungstag unserer Wehr. 54 freiwillige Helfer standen zum ersten Einsatz bereit. Die junge Wehr begann sofort mit ihrer Tätigkeit, die in eifriger Schulung und in der Übung der einzelnen Abteilungen bestand.

Erstes Gerätehaus

Die Spritze und auch alle anderen Löschgeräte wurden im Spritzenhaus der Gemeinde verwahrt, welches zwischen der heutigen neuen Sparkasse und dem Kaufhaus Till stand. Es war im Jahre 1850 wie es heißt "gut und stark" gebaut worden. Im Jahre 1883 wurde ihm ein hölzerner Steigerturm aufgesetzt. Das Gebäude wurde 1900 – im Zuge des Rüsthausneubaues in der Ringstraße - abgetragen.

Abprotzspritze

Am 28. Februar 1871 langte, die von der Fa. Metz in Heidelberg angekaufte Abprotzspritze, in Feldbach ein. Nur ganz wenige Feuerwehren konnten sich damals eines solch modernen Gerätes erfreuen. Die erste Probe fiel sehr befriedigend aus. Der Chronist berichtet. Die Maschine lieferte bei offenem Schlauch in 3 Minuten 28 Eimer oder 15,8 Hektoliter Wasser; der Hochstrahl ergoss sich fünf Klafter über dem hiesigen Kirchturm, der eine Höhe von 57 Klafter (51,2m) bis zur Laterne hatte. Man war auf dieses Gerät berechtigt stolz.

Vereinsbanner

Das Vereinsbanner wurde 1872 in Graz angefertigt und bestand aus einem in Wappenform gearbeiteten gemalten Blechschild mit dem Marktwappen auf der einen und dem Feuerwehremblem auf der anderen Seite. Jeden zweiten Donnerstag fand abwechselnd in den verschiedenen Gaststätten ein Kneipabend statt, der außer der Geselligkeit auch der Besprechung verschiedener zeitgemäßer und fachlicher Fragen diente.

2. Rüsthaus

Schon im Jahre 1907 wurde bei der Hauptversammlung der Antrag nach Erbauung eines allen Anforderungen gerecht werdenden Rüsthauses gestellt. Am 2. Dezember 1908 fand die feierliche Grundsteinlegung zum Rüsthaus in der Ringstraße statt. Im Grundstein eingemauert ist eine Kapsel, die eine Urkunde enthält, aus der hervorgeht, zu welcher Zeit der Bau des neuen Rüsthauses begonnen hat. Weiters werden in dieser Gedenkschrift wichtige Persönlichkeiten, die maßgeblich am Bau des Rüsthauses beteiligt waren, erwähnt.

Nachkriegszeit 1945-1970

Erst der Abzug der Besatzungstruppen aus Österreich ermöglichte den Feuerwehren die Verwendung von Sprechfunkgeräten, wodurch die Zusammenarbeit der Wehren entscheidend verbessert werden konnte. Zur Modernisierung des Fuhrparks wurden ebenfalls weitere Schritte seitens der Wehr unternommen. Bei der 90-Jahr-Feier zeigte sich der Bevölkerung eine schlagkräftige und moderne Feuerwehr.

1995

Die Errichtung einer neuen Einsatzleitstelle nach dem Modell "Florian 2000" sowie der Ankauf eines 40 Tonnen Krans, wurden in diesem Jahr getätigt. Mit der Installation der neuen Einsatzzentrale, als auch mit der Inbetriebnahme des 40 t Liebherr Kranfahrzeuges, steht nunmehr die FF Feldbach mit den Gerätschaften als auch mit der Mannschaft den stetig wachsenden technischen Anforderungen bestens gerüstet gegenüber.

Großbrand 1998

Das Jahr 1998 war wohl eines der bedeutendsten Jahre innerhalb unserer Wehrgeschichte. Der Brand der "Alten Finanz" ist als das Jahrhundertereignis in unsere Chronik eingegangen.

2004 - 135 Jahre

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum 135-jährigen Bestandsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Feldbach stand die feierliche Übergabe des neuen Rüsthauses. Die neue Heimstätte der FF Feldbach ist Zentrum und zugleich Pol der Sicherheit in unserer Stadt. Auf dem ehemaligen Standort der "Postgarage" in der Gleichenberger Straße ist das große Einsatzzentrum unserer Feuerwehr entstanden. Der Spatenstich fand am 19. September 2003 statt, es wurde am 5. Juni eröffnet.

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